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Verfahrensentwicklung Strukturgüte-Kartierung

Ende der achtziger Jahre begannen das Landesamt für Wasser und Abfall NRW (heute Landesumweltamt NRW - LUA) und das Landesamt für Wasserwirtschaft Rheinland-Pfalz mit der Entwicklung der heute als "Gewässerstrukturgütekartierung" bekannten Verfahren.

Wir standen von Anfang an (damals als Büro für Umweltanalytik GbR) hierzu in Diensten des LUA. Nach mehrjähriger Entwicklung und Erprobung mit Blick auf die europäischen Bedürfnisse wurde die Verfahrensentwicklung für die Vor-Ort-Kartierung kleiner bis mittelgroßer Fließgewässer Ende der neunziger Jahre abgeschlossen.

Die LAWA hat dieses Kartierverfahren als Verfahrensempfehlung und damit zu einem de facto-Standard in der Wasserwirtschaft gemacht.

Als Alternative entwickelte das bayerische Landesamt für Wasserwirtschaft ein Verfahren zur Übersichtskartierung von Fließgewässer. Die Informationen werden nicht im Gelände, sondern durch Auswertung der Daten von Fachbehörden sowie Karten- und Luftbildinterpretation gewonnen.

Dieses Verfahren dient der Erstellung großräumiger, strategischer Karten. Sie geben einen ersten Überblick über die Strukturgütesituation von Fließgewässern, sind aber als Grundlage für Detailplanungen nicht geeignet.

Unsere Aufgabe war es hier, durch umfangreiche Probekartierungen und deren Auswertung sicherzustellen, dass die beiden Verfahren nicht abweichende Ergebnisse liefern.

Am Ende der Verfahrensentwicklung stand das Vor-Ort-Kartierverfahren für mittelgroße bis große Fließgewässer. Es bestand Einigkeit in der Fachwelt, dass große Flüsse wie der Rhein oder die Donau nicht mit den gleichen Parametern untersucht werden können, wie kleine Wiesenbäche und daher ein neues Verfahren zu entwickeln war.

Aufbauend auf Arbeiten der Bundesanstalt für Gewässerkunde wurden durch eine Arbeitsgemeinschaft unter unserer Leitung - in enger Abstimmung mit dem zuständigen LAWA-Arbeitskreis - die Kartieranleitungen für große und kleine bis mittelgroße Fließgewässer entwickelt.

Ein großes Problem der Vor-Ort-Strukturgütekartierung war das Handling der großen, im Gelände erfassten Datenmengen. Als erfolgreiches innovatives Instrument wurde im Land NRW per Erlass das Programmpaket Beach eingeführt, welches durch den Einsatz von Handheld-Computern ermöglicht, Strukturgütedaten schon im Gelände digital zu erfassen. Unsere Firma entwickelte das zugehörige Software-Paket Beach.

Durch dieses Konzept wurde die landesweite Kartierung in Nordrhein-Westfalen zu einem beispielhaft effizienten Kartierprojekt des Natur- und Umweltschutzes.

Strukturgütekarte NRW


Deckblatt Merkblatt 14

Deckblatt Merkblatt 26


Palm-Pilot mit Kartiersoftware