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Beispiele unserer Gewässerumgestaltungen

 

Gewässerplanung im Berne System in Essen

Mit Abklingen der Bergsenkungen wird im Gesamteinzugsgebiet der Berne die Entflechtung des Abwassers vom natürlichen Abfluss sowie eine ökologische Verbesserung der Bachläufe möglich. Das System besteht aus den Gewässern Berne, Borbecker Mühlenbach, Pausmühlenbach, Sälzerbach und Stoppenberger Bach mit einer Fließlänge von insgesamt ca. 20 km.

Der Gewässerumbau am Oberlauf ist abgeschlossen. Die Planungen zur ökologischen Verbesserung am Mittellauf liegen im K-Entwurf seit 2015 vor.


Der Borbecker Mühlenbach Oberlauf gestern (2003)...




... und heute (2010).




 

Die Gewässersohle ist auch heute noch in weiten Teilen des Bernesystems mit Sohlschalen befestigt. Ziel der ökologischen Verbesserung ist u.a. eine naturnahe Sohle.


Sohlschalen am Borbecker Mühlenbach ...




... und nach der ökologischen Verbesserung ohne Sohlschalen (2014, unterhalb der Mündung des Kesselbachs).




 

 

Offenlegung und Renaturierung von Teilstrecken des Keltersiefen und des Heisterbaches in Königswinter

Die Klosterlandschaft Heisterbach im Siebengebirge blickt auf eine Jahrhunderte alte Geschichte zurück.

Die Zisterzienser haben mit der Klostergründung sowie der Bewirtschaftung und Kultivierung der umgebenden Landschaft ab 1189 die Entwicklung der Kulturlandschaft zwischen Rheintal und Siebengebirge bis zur Säkularisation im Jahre 1803 maßgeblich geprägt. Vielfältige Spuren dieses Handelns sind auch heute noch vorhanden.

Im Rahmen des Strukturförderprogrammes NRW "Regionale 2010" wurde das Gewässersystem aus gewässerökologischer und kulturhistorischer Sicht "ertüchtigt". Dazu zählt intra muros eine Teichanlage und extra muros die Offenlegung verrohrter Bachstrecken. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der sensible Umgang mit kulturellem Erbe und naturschutzfachlichen Aspekten dar.


Verrohrte Teilstrecke des Keltersiefen im Jahre 2009




... und 2011 in Offenlage.




Die Klostermauer vor dem Durchbruch (2008)




... und mit Wasserspiel 2011.




Teich intra muros vor der Sanierung (2008)




... und nach der Sanierung 2011.



 

 

Offenlegung und Renaturierung Endenicher Bach

Die Renaturierungsplanung am Endenicher Bach in Bonn wurde Ende 2006 genehmigt.

Im oberen Bauabschnitt wurde das Gewässerbett neu modelliert und es wurde eine Hochflutmulde angelegt.

Im unteren Bauabschnitt wurde eine Verrohrung entfernt und ein neues Gewässerbett geschaffen. Es musste eine neue Anbindung an die unterhalb folgende Verrohrung unter der Ortslage Endenich erfolgen.


Der obere Bauabschnitt vor der Umgestaltung...




... und nachher.




Der untere Bauabschnitt vor der Umgestaltung...




... und nachher.



 

 

Offenlegung Saalbach

Wo noch im Sommer 2004 ein verrohrtes Gewässer kaum zu erahnen war, fließt jetzt wieder ein naturnaher Bach. Das nach unten abgedichtete Bachbett bleibt nun der eigenen Dynamik überlassen und kann sich wieder frei entwickeln. Schnell werden sich im kommenden Sommer die Ufer begrünen, so dass von der Baumaßnahme bald nichts mehr zu sehen sein wird.

Besonders schwierige Rahmenbedingungen machten eine Abdichtung des Gewässerbettes notwendig. Hierfür wurde auf einer Breite von 3,5 m eine Lehmschürze eingebracht. Nach Verlegen des Schutzvlieses und Einbringung von 30 cm Bodenmaterial konnte das neue Gewässerbett abschließend gestaltet werden.


 

 

 

Borbecker Mühlenbach: Fertigstellung des ersten Bauabschnitts

Im November 2004 wurde im Essener Süden ein ca. 200 Meter langer Abschnitt des Borbecker Mühlenbachs ökologisch umgebaut. Diese Maßnahme wird im Rahmen des ökologischen Umbaus des Emschersystems sowie des Konzeptes zur naturnahen Entwicklung des Borbecker Mühlenbachs durchgeführt. Die Reduzierung der hydraulischen Belastungen der Gewässersysteme stellt bei den zuvor genannten Maßnahmen ein vordringliches Ziel dar.


Gewässermorphologisch stark veränderte Gewässerstrecke vor der Umgestaltung



Die umgestaltete Gewässerstrecke hat eine Länge von ca. 200 Metern



 

 


 

Umgestaltung eines Wehres in der Wupper termingerecht fertiggestellt

In sehr kurzer Bauzeit wurde im Auftrag des Wupperverbandes im Herbst 2003 ein Querbauwerk der Wupper umgestaltet. Es befindet sich etwa 2 km oberhalb der Mündung in den Rhein.


Das ehemalige Wehr wurde als "Rampe in aufgelockerter Beckenpassstruktur" umgestaltet. Es ist jetzt für Gewässertiere passierbar.



Die Baumaßnahmen erfolgten unter "fließender Welle".




 

 


 

Ökologische Umgestaltung der Dhünn termingerecht fertiggestellt

Eines der anspruchsvollsten ökologischen Bauprojekte im Gewässerschutz des Landes NRW ist abgeschlossen. Noch sind die Spuren der Tiefbauarbeiten zu sehen.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich diese Maßnahme, die das Büro für Umweltanalytik im Auftrag des Wupperverbandes geplant und begleitet hat, vor Ort anzusehen. Die drei Kilometer lange Strecke verläuft etwa von der Überquerung der A1 bis zur Mündung der Dhünn in die Wupper.


Den Erholungssuchenden erinnert nichts mehr an das ehemals schnurgerade Profil - Oktober 2003.




Es bleibt abzuwarten, wie die "neue" Dhünn die ihr angebotenen Strukturen modifizieren wird.




Bei genügend Raumangebot konnten Aufweitungen geschaffen werden.





Zur Erinnerung: Die Dhünn im Februar 2003


 

 

 

Renaturierung Rheindorfer Bach

15 000 Kubikmeter umfasst der Retentionsraum, der im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes der Stadt Bonn im Jahre 2001 neu geschaffen wurde.

Die Ausführungsplanung sowie die Baubegleitung (HOAI) wurden vom Büro für Umweltanalytik durchgeführt.


Der Rheindorfer Bach vor der Renaturierung im Jahre 2001.

Der Rheindorfer Bach direkt nach der Renaturierung.

Der gleiche Bereich im Herbst 2006.